Im Iran ist das Tragen eines „teuflischen Haarschnitts“ und von Tattoos ab sofort verboten. Das berichtete der britische Sender BBC am Dienstag. Unter vielen jungen Iranern ist es derzeit populär, sich die Haare in nach oben stehenden unregelmäßigen Zacken schneiden und mit Gel oder Wachs nach oben richten zu lassen. Die Behörden sehen darin einen westlichen und unislamischen Modetrend.
Der Vorsitzende der iranischen Friseursvereinigung,
Mostafa Govahi, erklärte nach Angaben der Nachrichtenagentur ISNA: „Frisuren zur Teufelsverehrung sind jetzt verboten“. Jeder Friseursalon, der solche Frisuren schneide, werde zur Verantwortung gezogen und verliere die Zulassung, weil dadurch die Bestimmungen des islamischen Systems verletzt würden. Govahi machte nicht autorisierte Friseure für das Schneiden der „teuflischen Frisuren“ und andere Praktiken verantwortlich. Auch Solarien und das Zupfen von Augenbrauen würden nicht toleriert, sagte er.
Quelle: „Teufelsfrisuren“ im Iran verboten
Teufelsfrisuren? Kein Witz. Kein Teufel.
Nur junge Menschen, die atmen wollen. Die Haare schneiden, Tattoos stechen, weil sie sagen: ‚Ich bin ich. Und ich will sein, wie ich bin. Rebellisch, wie jeder jugendliche Mensch auf der Welt.
Und der Staat? Der zittert, weil Freiheit ansteckend ist. Mainstream macht’s klein – wir machen’s groß. Hinschauen statt lachen, wäre hier die Aufgabe der Medien gewesen.




