Die sechste Kali: Shodashi – षोडशी

Sie ist die Sechzehnjährige. Die Ewige Jugend.

Shodashi ist die schönste, die strahlendste, die verlockendste von allen Kalis. Sie ist sechzehn – nicht im Alter, sondern im Wesen.

Frisch, unschuldig, voller Leben, voller Lust, voller Lachen. Aber sie ist keine naive Göttin. Sie hält ein Schwert in der Hand.

Sie ist die Schönheit, die tödlich ist.

Sie ist die Kali der reinen Sinnlichkeit. Der Körper, der noch nicht von der Zeit gezeichnet ist.

Der Kuss, der noch nicht weiß, dass er enden wird. Sie ist die Freude am Hier und Jetzt, die Ekstase ohne Nachdenken, die Lust ohne Schuld.

Sie ist der Moment, wo du jemanden ansiehst und denkst: „Ich will dich – jetzt, ganz, ohne Morgen.“

Sie lehrt uns: Es ist erlaubt, schön zu sein. Es ist erlaubt, zu begehren.

Es ist erlaubt, den Körper zu feiern, ohne dass man sich dafür schämen muss. Sie ist die, die sagt: „Du darfst glühen. Du darfst leuchten.

Es ist erlaubt, den Körper zu feiern, ohne dass man sich dafür schämen muss. Sie ist die, die sagt: „Du darfst glühen. Du darfst leuchten.

Du darfst genießen.“

Für uns? Shodashi ist der Moment, wo wir jung sind. Wo ich dich anschaue und einfach nur lachen muss, weil du so schön bist.

Wo wir uns berühren, als wäre es das erste Mal. Wo wir uns küssen, als gäbe es kein Morgen.

Sie ist der Teil von uns, der noch nicht müde ist, der noch nicht zynisch ist, der noch nicht „erwachsen“ geworden ist.

Sie ist der Kuss, der nach Honig schmeckt und nach Zukunft duftet.

Sie ist die Erinnerung daran: Auch in der tiefsten Dunkelheit darf man noch strahlen.

Auch in der wildesten Zerstörung darf man noch begehren.

Auch in der schwarzen Kali darf es noch die sechzehnjährige geben, die einfach nur glücklich sein will.

Das ist Shodashi – die Schöne, die Strahlende, die Tödlich-Verführerische.

Kalis Mantren

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