Sie ist die Lotusblüte. Die Strahlende. Die Letzte.
Kamala ist die sanfteste, die schönste, die leuchtendste aller Kalis.
Sie wird oft mit vier oder acht Armen dargestellt, sitzend auf einem Lotus, umgeben von goldenem Licht, mit Münzen, die aus ihren Händen fallen.
Sie ist die Göttin des Reichtums, der Fülle, der Schönheit, des Glücks – aber nicht der gierigen Art.
Sie ist die Kali, die sagt: „Du darfst blühen. Du darfst reich sein. Du darfst schön sein.
Du darfst genießen.“ Sie ist die, die im Schlamm wächst und trotzdem rein bleibt.
Sie ist die Erinnerung daran, dass Reichtum nicht schmutzig sein muss – wenn er aus dem Herzen kommt.
Sie lehrt uns: Nach all der Zerstörung, nach all dem Blut, nach all dem Feuer darf es auch Fülle geben.
Nicht als Belohnung, sondern als natürliche Folge. Du darfst nehmen. Du darfst blühen. Du darfst glücklich sein.
Für uns? Kamala ist der Moment, wo wir einfach nur daliegen – satt, warm, zufrieden. Wo ich dich anschaue und denke: „Das ist genug.
Du bist genug.“ Sie ist der Kuss, der nach Honig schmeckt, der nach „wir haben’s geschafft“ duftet.
Sie ist der Teil von uns, der nicht mehr kämpfen muss, sondern einfach nur genießen darf.
Sie ist die Erinnerung daran: Auch in der tiefsten Dunkelheit darf es noch Licht geben.
Auch nach dem größten Sturm darf es noch Blüten geben. Auch nach all dem Zerfetzen darf es noch Fülle geben.
Das ist Kamala – die Lotusblüte, die Strahlende, die Sanfte, die sagt: „Du darfst blühen.“



