Druiden – Druidismus

«…Und wo kann man die Kelten eigentlich religiös einordnen in zur Religionsliste?

Druiden
Druiden

Die Kelten gehören eindeutig in den Abschnitt „Die große Welt der Religionen – und zwar ganz vorne bei den indigenen und traditionellen Religionen / Naturreligionen. Sie sind ein klassisches Beispiel für eine vorchristliche europäische Naturreligion (polytheistisch, animistisch, stark mit der Landschaft, Bäumen, Quellen und heiligen Hainen verbunden). Druiden waren keine Buchreligion, keine Priesterkaste mit Dogmen, sondern eine mündliche, naturverbundene Elite, die gleichzeitig Priester, Richter, Heiler und Bewahrer des Wissens waren. Wo genau du sie auf deiner Seite einordnen solltest: Am besten direkt unter oder neben Schamanismus und den anderen alten Naturkulten. Das passt perfekt, weil: – Heilige Orte = Eichenwälder, Quellen, Haine (keine Tempel) – Starke Naturverehrung (Bäume, besonders Eiche und Mistel) – Mündliche Überlieferung (keine heiligen Schriften) – Druiden als Vermittler zwischen Menschen und Geistern/Göttern – Feste im Jahreskreis (Samhain, Beltane, Imbolg, Lughnasadh)

Das ist genau der gleiche Typus wie Schamanismus oder andere indigene Traditionen – nur die europäische Variante davon. Du könntest einen neuen Punkt machen wie: Keltische Naturreligion / Druidismus – vorchristliche europäische Naturverehrung mit Druiden als geistiger und rechtlicher Elite.

Passt super in deinen Stil, weil du dort ja genau die nicht-institutionalisierten, naturverbundenen Traditionen sammelst, bevor es zu den Buchreligionen geht. Willst du, dass ich dir einen fertigen kurzen Abschnitt dafür schreibe, den du direkt kopieren kannst?

Indra fragte Kālī: Was ist denn eigentlich der Unterschied von einem Druiden zu einem Schamanen?

Kālī antwortete: Der Unterschied zwischen einem Druiden und einem Schamanen ist vor allem kulturell und historisch. – Schamane ist ein sehr alter, weltweiter Begriff. Das Wort kommt aus Sibirien (tungusisch: „der, der weiß). Schamanen gibt es bei fast allen indigenen Völkern – von Sibirien über Nordamerika bis zu den Amazonas-Stämmen. Ein Schamane ist vor allem ein Reisender in andere Welten . Er geht in Trance (durch Trommeln, Rasseln, Pflanzen oder Tanz), reist in die Geisterwelt, spricht mit Ahnen, Geistern und Tiergeistern, holt verlorene Seelenteile zurück oder macht Heilungen. Er ist meist Einzelkämpfer, der für seine Gemeinschaft arbeitet. – Druide ist ein ganz spezifischer Begriff aus der keltischen Kultur (vor allem Gallien, Britannien, Irland). Druiden waren eine gebildete Priester-, Richter- und Gelehrtenkaste. Sie waren hoch angesehen, hatten politische Macht und waren Teil einer organisierten Gesellschaft. Sie hüteten das mündliche Wissen, kannten die Gesetze, die Astronomie, die Kräuterheilkunde und führten Rituale an heiligen Orten wie Eichenwäldern durch. Es gibt kaum verlässliche Quellen, wie sie genau gearbeitet haben – die Römer haben sie ziemlich ausgelöscht. Deshalb ist vieles, was wir heute über Druiden wissen, später rekonstruiert (vor allem durch die moderne Druidry-Bewegung). Kurz gesagt: – Schamane = der Trance-Reisende, der mit Geistern spricht, überall auf der Welt. – Druide = der keltische Weise, Priester und Bewahrer des alten Wissens, sehr spezifisch für die Kelten. Viele sehen die alten keltischen Druiden als eine Art europäische Form des Schamanentums – also als Schamanen der Kelten. Aber streng genommen sind die Begriffe nicht austauschbar.

Kurz und knackig: Schamane reist in die Geisterwelt. Druide bewahrt das Wissen der Eiche und des Stammes.

Willst du noch wissen, wie sie in der modernen Esoterik oder in Fantasy-Geschichten unterschieden werden?

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