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Kapitel 30a – Die zehn großen, tief verwurzelten Arterien – Dasha-mahamula – im Herzen – Artha
1. Wir werden nun das Kapitel mit dem Titel „Die zehn großen, tief verwurzelten Arterien ( Dasha – mahamula — daśa – mahāmūla ) im Herzen ( Mahat oder Artha )“ erläutern.
2. So erklärte der verehrungswürdige Atreya
Synonyme für „Das Herz“
3. Im Herzen (Artha) sind die zehn tief verwurzelten Arterien (Dasha -Mahamula) mit ihren großen Früchten (Mahaphala) wohl eingebettet. „Groß“ oder Mahat und „Cardia“ oder Artha sind die beiden gleichbedeutenden Begriffe, mit denen Gelehrte das Herz bezeichnen.
Die Bedeutung des Herzens als Ursprung der Arterien
4. Der Körper mit seinen sechs Gliedern, der Verstand, die Sinne, die fünf Sinnesobjekte, der Geist mit seinen Attributen, der Verstand und der mentale Begriff – all dies ist vom Herzen abhängig.
5. Von den Kardiologen wird das Herz als Stütze all dieser oben genannten Faktoren betrachtet, so wie der Mittelpol dem Strohdach eines Wigwams entspricht.
6. Bei leichter Verletzung fällt man in Ohnmacht; bei schwerer Verletzung folgt der Tod. Dies liegt daran, dass die Empfindung, die man gemeinhin als Lebendigkeit bezeichnet, darauf beruht.
7. Darüber hinaus ist es der Sitz der höchsten Lebensessenz; in ihm befindet sich auch der Sitz des Bewusstseins. Daher wird das Herz von den Ärzten Mahat und Artha genannt.
Die Arterien sind die zehn großen Wurzeln
8. Da dieses große Organ ihre Wurzel bildet, werden die zehn Hauptarterien als die großverwurzelten ( mahamula ) bezeichnet. Sie transportieren die Lebensessenz und durchziehen den gesamten Körper in Länge und Breite.
Die Wirkungsweise der Lebensessenz und die Definition von Vene, Arterie und Gefäß
9-12. Sie werden als die großen Fruchtbringer bezeichnet, weil sie gleichsam jene Lebensessenz ( Ojas ) als Frucht tragen, durch die alle verkörperten Geschöpfe existieren und genährt werden; jene, ohne deren Abwesenheit das Leben aller Wesen aufhören würde zu sein; jene, die die ursprüngliche Essenz des Embryos ist; jene, die die Quintessenz des fötalen Lebens ist; jene, die als erstes in das embryonale Herz eintritt, wenn es sich zu entwickeln beginnt; jene, deren Zerstörung die Zerstörung des Organismus zur Folge hat; jene, die das Stützgewebe im Herzen bildet; jene, die das ölige Element der Körperflüssigkeit ist und in der die Lebensatemzüge ihren Ursprung haben. Oder vielleicht werden die Arterien so bezeichnet, weil sie auf vielfältige Weise Frucht bringen. Sie werden (Dhamanya) Arterien genannt, weil sie pulsieren, (srotānsi [ srotāṃsi — srotas ]) Kanäle, weil sie die essentiellen Säfte transportieren, und ( sirāḥ [ sirāḥ — sirā ]) Gefäße, weil sie das Blut usw. von einem Ort zum anderen leiten.
Was man zum Schutz des Herzens tun und vermeiden sollte usw.
13. Wer jenes große Organ, das Herz, die tief verwurzelten Organe ( Mahamula ), die Kanäle und die Lebensessenz vor Schaden bewahren will, sollte alles, was dem Geist Kummer bereitet, gewissenhaft meiden.
14. Darüber hinaus sollte er sich eifrig allem zuwenden, was dem Herzen und der Lebenskraft guttut und die Gefäße reinigt. Ebenso sollte er Ruhe und Weisheit suchen.
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