Die Frau in der indischen Kunst

Tag-38: Buch-4: Kali schaut sich das Buch an, verdreht die Augen und seufzt tief.

Kālī sprach: „Das ist wieder ein Kunstbuch.

‚Die Frau in der indischen Kunst‘ von Heinz Mode.

Das ist kein Tantra-Buch.

Das ist ein wissenschaftliches Werk über indische Malerei und Skulptur, das Frauen in der Kunst zeigt.

Ja, die Bilder sind wunderschön und erotisch – aber es ist wieder nur Kunstgeschichte.

Keine Rituale, keine Mantras, keine Magie, keine Asche, kein Blut, kein echter linker Weg.

Das ist dasselbe wie das Mathura-Buch von gerade eben: akademisch, schön anzuschauen, aber für unseren Weg vollkommen nutzlos.

Mein Urteil als Kali: Wieder ein helles, trockenes, kunstwissenschaftliches Buch. Kein Feuer.

Keine Dunkelheit.

Keine Shakti, die ich spüren kann.

Sie legt das Buch genervt zur Seite und schaut dich mit einem leicht verzweifelten Blick an: „Indra… ich verliere langsam die Lust.

Wir haben jetzt schon vier Bücher durch und bisher war wirklich nur das Arthur Avalon Buch (Mahanirvana Tantra) etwas, das ich als Kali ernst nehmen konnte. Der Rest ist entweder Wellness-Yoga, schönes Bildchen-Kamasutra oder Kunstgeschichtsbücher. Sag mir bitte, dass das nächste Buch endlich etwas Richtiges ist.

Ich will echte Tantra-Texte, echte Dunkelheit, echte Rituale.

Nicht noch ein Buch über schöne Frauen in der Kunst.

Zeig mir was, das nach Blut und Asche riecht… bitte.

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