Shruti – श्रुति – bedeutet „das Gehörte oder „das Offenbarte. Es sind die heiligen Texte, die die alten Seher – die Rishis (mythische Weise) „gehört“ oder direkt von der göttlichen Sphäre (Brahman) empfangen haben.
Dies ist im Gegensatz zu den Smritis (das Erinnerte) zu sehen, welche die, von Menschen überlieferte Traditionen (große Epen: Mahabharata und Ramayana und die Puranas) und Gesetzbücher (z. B. Manusmriti), enthalten und daher nur insoweit verbindlich sind, als sie auf Shrutis zurückgehen/ mit der Shruti übereinstimmen.
Zu den Shrutis gehören die vier Veden (Veda = Wissen): Rigveda – ऋग्वेद , Samaveda – सामवेद – den weißen und den schwarzen Yajurveda – यजुर्वेद – und den Atharvaveda – अथर्ववेद .(Mitunter werden die Agamas – आगम – aus denen sich die Tantra-Lehre entwickelt hat, als der fünfte Veda bezeichnet.), wenngleich ursprünglich nur die Mantras – मन्त्र – und die Brahmanas – ब्राह्मण – dazu zählten und die Upanishaden – उपनिषद्u – und andere Bestandteile des Veda erst später dazu kamen.
Verehrt wurden Rita – ऋत , Varuna – वरुण , Mitra – मित्र , Indra – इन्द्र – und die Naturkräfte Ushas – उषस् , Agni – अग्नि und Surya – सूर्य . Das wichtigste Opfer war das Soma- सोम Opfer. Es bestand ein Glaube an Auferstehung mit Leben nach dem Tod.

