Das Chinesische Dekameron (im Französischen Original meist als Le Decameron Chinois betitelt) ist eine berühmte Sammlung von zehn erotischen und romantischen Erzählungen aus der frühen Ming-Dynastie von 1368 bis 1644, die im Westen vor allem durch die Übersetzungen des französischen Sinologen George Soulié de Morant bekannt wurde. Im deutschsprachigen Raum existieren im Wesentlichen zwei historische und gestalterische Hauptausgaben dieses Werkes. [1, 2, 3]
Die wichtigsten Ausgaben
- Das chinesische Dekameron (Büchergilde Gutenberg, 2008):
- Übersetzung: Aus dem Chinesischen übertragen von Johanna Herzfeldt.
- Illustrationen: Aufwendig und exotisch illustriert von dem bekannten Künstler Mehrdad Zaeri.
- Umfang: 292 Seiten, erschienen als hochwertiger Leinenband mit Schuber.
- Inhalt: Zehn Geschichten, die von der List liebender Paare, opfervoller Treue und der Strafe für Herzlosigkeit handeln. [1, 3, 4, 5, 6]
- Der chinesische Dekameron (Historische Ausgaben ab 1925):
- Autor/Herausgeber: George Soulié de Morant.
- Historie: Erschien in Deutschland und Österreich (u. a. im Wiener Rhombus Verlag) sowie im Verlag für Kulturforschung.
- Zensur: Die historische Ausgabe stand aufgrund ihrer freizügigen und erotischen Inhalte in der Zeit des Nationalsozialismus auf der Liste der verbannten Bücher. [2, 7]
Verfügbarkeit und Sammlerwert
Da das Buch im regulären Buchhandel vergriffen ist, lässt es sich vor allem über Antiquariate beziehen:
- Die Standardausgabe der Büchergilde Gutenberg von 2008 wird auf Plattformen wie eBay oder ZVAB meist zwischen 15 und 25 Euro gehandelt.
- Eine rare, auf 120 Exemplare limitierte Vorzugsausgabe mit einer vom Künstler signierten Original-Lithografie erzielt Sammlerpreise von rund 140 Euro. [4, 5, 8, 9, 10]
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