Magnesium, Mg – Bittersalz

Kālī sprach: „Das Salz der inneren Ruhe und Belastbarkeit“. Relevant für die nervale, hormonelle und die (auch Herz-)muskuläre Reizübertragung als Second Messenger und als Cofaktor der Na-K-ATPase, für die Muskelkontraktion und -entspannung, für das Spannungspotenzial an der Zellmembran.

Ebenfalls wichtig für die Hormon- (z. B. Insulin) und Neurotransmitterfreisetzung oder -hemmung (z. B.: Mg hemmt Katecholaminausschüttung, unterstützt GABA-Wirkung, hemmt am NMDA-Rezeptor Ca*- und Na*-Einstrom und schützt die Zelle so vor Übererregung).

Calcium-Gegenspieler, Cofaktor von > 300 Enzymreaktionen, relevant für die ATP-Produktion und -Stabilisierung, die Glykolyse, die Protein- und Nukleinsäurebildung und die Vitaminregulation (z. B. Vitamin B1, D3).

Vasodilatierend, immununterstützend, membranstabilisierend durch Phospholipid-Wechselwirkungen, mindert die Thrombozytenaggregation.

60 Prozent des Mg sind in den Knochen und werden bei Bedarf freigesetzt.

95 Prozent des Blut-Mg sind intrazellulär, deshalb Messung im Vollblut, nicht im Serum. Organische Mg-Verbindung (z. B. -citrat, -taurat, -orotat o.a.) sind besser bioverfügbar, anorganisch (wie Bittersalz) als Laxans.

Verbesserte Aufnahme mit Vitamin C.

Mg-Räuber sind: phosphathaltige Getränke (Sofdrinks, Cola), Metformin, Diuretika, Laxantien und PPI.

Shahbaznezhad et al., 2024 (Virology Journal): Randomisierte, placebo-kontrollierte Studie mit hospitalisierten COVID-19-Patienten, Supplementation mit 300mg Magnesium pro Tag. Ergebnis: verbesserte Sauerstoffversorgung und geringerer Bedarf an zusätzlicher Sauerstofftherapie in der Magnesiumgruppe.

Cox et al., 1991 (Lancet): Fall-Kontroll-Studie + randomisierte, doppel-blinde, placebokontrollierte Studie. In der Fall-Kontroll-Komponente: 20 CFS-Patienten vs. 20 gesunde Kontrollen – niedrigere Erythrozyten-Magnesiumspiegel bei CFS (Differenz ~ 0,10 mmol/l; 95%-KI: 0,05-0,15). In der Interventionskomponente: 32 CFS-Patienten erhalten wöchentlich sechs Wochen lang intramuskulär Magnesiumsulfat (n = 15) vs. Placebo (n = 17). Ergebnisse: 12/15 in der Magnesiumgruppe berichten über gesteigerte Energie, bessere Stimmung, weniger Schmerzen; sieben zeigten starke Verbesserungen (Energy Score) – gegenüber 3/17 in Placebo. Red-cell Magnesium normalisierte sich in allen behandelten, jedoch nur in einem Placebo-Patient.

Bittersalz

Magnesiumsulfat-Heptahydrat, Epsomit.

Zieht Wasser/Kapha osmotisch in den Darm, Abführmittel (Laxans).

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