
Rosalie Linner wurde 1918 in Tittling, im Kreis Passau geboren.
Nach ihrer Ausbildung in Haushaltsführung und Krankenpflege absolvierte sie 1951 die Hebammenschule mit Staatsexamen.
Von 1962 bis 1970 war sie Kreisvorsitzende des Landhebammenverbandes in Mühldorf am Inn.
Nach fast 40-jähriger Tätigkeit beendete sie 1980 ihren Beruf als Landhebamme.
Diese Aufzeichnungen von Rosalie Linner über die Jahre 1943 bis 1980 spiegeln das weite Spektrum der Arbeit einer Landhebamme wider:
Von freudig erwarteten, aber auch von unerwünschten Kindern ist die Rede, von der Freude und den Nöten in den Familien.
Als in seiner Art einmaliges Zeit- und Alltagsdokument sowie als historisches Zeugnis eines ganzen Berufsstandes sind Frau Linners Aufzeichnungen gar nicht hoch genug
Rosalie Linner schildert beeindruckende Fälle und Begebenheiten und geht dabei auch auf heute sehr aktuelle Themen und Fragen ein, wie zum Beispiel Adoptionen, Vaterschaftsprozesse, behinderte Kinder, Gewalt gegen Frauen und Kindesmissbrauch. Den Leser erwartet ein spannender Bericht.
Ich blättere heute oft in meinen Tagebüchern, die ich als Landhebamme im Laufe von vierzig Jahren geführt habe. Sie dokumentieren ein schweres Berufsleben vom Zweiten Weltkrieg an bis in die achtziger Jahre, das kein freies Wochenende, keinen Feiertag und keinen Urlaub kannte.
Dennoch liebte und liebe ich diese Jahre, denn sie waren reich und erfüllt. Jede Seite hat ihr Schicksal, das eine glücklich, das andere traurig.
rosenheimer – ISBN 978-3-475-541599


