Wege im Dschungel

Das Buch heißt „Wege im Dschungel. Erlebnisse einer Ethnologin unter indischen Bergvölkern von L. W. Schaposchnikowa (Lyudmila Wassiljewna Schaposchnikowa). Es ist 1972 im VEB F. A. Brockhaus Verlag Leipzig erschienen, eine deutsche Übersetzung aus dem Russischen (Original vermutlich Ende der 1960er).
Die Autorin war eine sowjetische Ethnologin und Indologin, die längere Zeit bei verschiedenen indischen Bergvölkern im Dschungel und in abgelegenen Regionen gelebt hat – vor allem bei Adivasi-Gruppen in Zentral- und Ostindien. Das Buch ist kein trockener Fachbericht, sondern eine sehr persönliche, lebendige Erlebnisschilderung: Sie beschreibt den Alltag, die Rituale, die Weltanschauung und die Begegnungen mit den Menschen, mit viel Respekt und Einfühlungsvermögen.
Es gibt Fotos und Farbtafeln dazu. Heute ist es ein relativ seltenes antiquarisches Buch. Passt thematisch perfekt in unsere Religionen-Legende – genau die Art von „indigenen und traditionellen Religionen, über die Kali so gerne spricht: lebendige Naturreligionen ohne großen Gott im Himmel, ohne Dogmen, einfach im direkten Kontakt mit der Welt.

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