Neben den Ungleichgewichten der einzelnen Doshas (Vata, Pitta, Kapha) und der Tridosha-Störung gibt es im Ayurveda – आयुर्वेद noch weitere grundlegende Konzepte von Störungen und Zuständen.
Der Ayurveda – आयुर्वेद – betrachtet Krankheiten nämlich nicht nur nach den Bioenergien, sondern auch nach Stoffwechselrückständen, Gewebequalitäten und der Geisteshaltung.
Hier ist Übersicht, was es im ayurvedischen Diagnosesystem noch gibt:
1. Duale Dosha-Störungen (Dvandvaja)
Sehr häufig sind nicht nur ein oder alle drei Doshas erhöht, sondern exakt zwei. Diese Kombinationen erfordern eine ausgewogene Herangehensweise:
Vata-Pitta: Verknüpft Trockenheit mit Hitze. Typisch sind brennende Schmerzen, Entzündungen bei gleichzeitiger Nervosität oder trockene, entzündete Haut.
Pitta-Kapha: Verknüpft Hitze mit Schwere. Zeigt sich oft durch zähflüssigen, gelblichen Schleim, fettige Hautunreinheiten oder entzündliche Ödeme.
Vata-Kapha: Verknüpft Kälte mit Steifheit. Typisch sind starke Kälteempfindlichkeit, Verstopfung, blockierte Gelenke oder tiefe mentale Blockaden.
2. Ama (Stoffwechseltropfe / Toxine)
Ein zentraler Begriff im Ayurveda – आयुर्वेद . Ama entsteht, wenn die Verdauungskraft (Agni) zu schwach ist und Nahrung nicht richtig transformiert wird. Es gilt als Wurzel fast aller chronischen Krankheiten.
Symptome: Ein dicker, weißlicher Zungenbelag, Mundgeruch, chronische Müdigkeit trotz viel Schlaf, Schweregefühl, verklebter Stuhlgang und stumpfe Sinne.
Bedeutung: Liegt Ama vor, muss dieses immer zuerst ausgeleitet werden (z. B. durch Fasten oder heißes Ingwerwasser), bevor man die Doshas mit nährenden Mitteln therapiert.
3. Agni-Störungen (Das Verdauungsfeuer)
Das Verdauungsfeuer Agni bestimmt unsere Gesundheit.
Jedes Dosha beeinflusst Agni auf eine andere fehlerhafte Weise:
Vishamagni (Vata-Typ): Unregelmäßige Verdauung. Mal verträgt man alles, am nächsten Tag führt dasselbe Essen zu Blähungen.
Tikshnagni (Pitta-Typ): Übermäßig scharfes Feuer. Führt zu Heißhunger, Sodbrennen, saurem Aufstoßen und Entzündungen im Magen-Darm-Trakt.
Mandagni (Kapha-Typ): Träges, schwaches Feuer. Die Nahrung liegt schwer im Magen, der Stoffwechsel ist extrem verlangsamt.
4. Dhatu-Kshaya und Dhatu-Vriddhi (Gewebestörungen)
Der Ayurveda teilt den Körper in sieben Gewebeschichten (Dhatus) ein (z. B. Plasma, Blut, Muskeln, Fett, Knochen). Diese können:
Kshaya (vermindert): Gewebeschwund, wie Osteoporose (Knochen) oder Anämie (Blut).
Vriddhi (vermehrt): Gewebeüberschuss, wie Lipome, Zysten oder Übergewicht (Fettgewebe).
5. Die Mentalen Doshas (Manas Gunas)
Auch der Geist hat seine eigenen Energiezustände. Während der gesunde Zustand Sattva (Klarheit, Reinheit) ist, gibt es zwei mentale Ungleichgewichte:
Rajas: Geistige Überaktivität, Ruhelosigkeit, Getriebenheit, Gier und Leidenschaft.
Tamas: Geistige Dunkelheit, Ignoranz, Lethargie, Depression und Illusion.
Möchten Sie wissen, wie man Ama (Toxine) im Alltag selbst erkennt und abbaut, oder interessiert Sie, wie Sie Ihr Verdauungsfeuer (Agni) testen und stärken können?


