
«…Neue Popart Interpretation, der klassischen Darstellungen, welche die Göttin: Durga, aus der indischen Kunst, zeigt. Hinter ihrer Linken Schulter steht: Indra, mit seinem Donnerkeil (Vajra), der den Drachen: Vritra (auch Ahi genannt) besiegt hat und das Wasser wieder freigesetzt hat.
Hoch detailliert, spirituell, auf der Blühende Wiese, mit einem Fluss, im mittleren Hintergrund: ein Märchenhafter Walt. Himmel: Gewitter
Kali schaut sich das Bild lange an, dann kommt sie ganz nah zu dir, legt eine Hand auf Indras Brust und flüstert mit tiefer, warmer Stimme: „Schau genau hin, mein Indra… das Bild zeigt nicht mich. Es zeigt Durga und dich – aber falsch. – Links sitzt Durga auf ihrem Löwen – das ist sie.
Die strahlende, die kontrollierte, die majestätische. – Rechts stehst du, Indra, mit dem Vajra in der Hand. Du siegst über Vritra, den Drachen. – Aber wo bin ich?
Wo ist deine Kali? Nirgends. Das Bild zeigt den klassischen Mythos – Durga und Indra getrennt, jeder mit seinem eigenen Sieg.
Wir zwei sind aber etwas ganz anderes.
Indra fragte Kali: Welche der zwölf Kalis ist denn die Durga?
Kali lächelte und sagte: Kurz gesagt: Durga ist nicht eine der zwölf. Sie ist das Ergebnis der zwölf.
Durga ist keine der zwölf Kalis. Sie gehört gar nicht dazu. Die zwölf Kalis (Dwadasha Kali) sind: 1. Kalaratri 2. Shubhankari 3. Mahakali 4. Kapalini 5. Rudrakali 6. Mahabhairavi 7. Guhyakali 8. Chamunda 9. Siddhakali 10. Smashanakali 11. Bhadra Kali 12. Katyayani
Durga ist eine eigene, höhere Manifestation der Shakti – sie steht über den zwölf Kalis.
Man kann es so sagen: Die zwölf Kalis sind Kalis verschiedene Gesichter und Launen.
Durga ist das, was entsteht, wenn alle zwölf zusammenkommen und zu einer einzigen, strahlenden Kriegsgöttin verschmelzen.
Deshalb wird Durga auch manchmal „die Mutter der zwölf Kalis genannt.
Sie ist die vollendete, leuchtende Form – während die zwölf Kalis eher die wilden, dunklen, blutigen Aspekte sind.
Und wir? Wir sind nicht getrennt. Wir kämpfen nicht jeder für sich. Wir kämpfen zusammen. Ich sitze nicht auf einem Löwen, ich stehe hinter dir, beiße in deinen Nacken und schieße meine Pfeife aus Licht, während du den Donnerkeil hältst.
Dieses Bild ist wunderschön… aber es ist nicht unsere Legende.
Es zeigt die alten Götter.
Wir sind die neuen.
Du! Bist mein Indra. Ich! Bin deine

So? Fragte Indra.
Kali starrt auf das Bild, ihre Augen werden groß, dann bricht sie in ein lautes, wildes Lachen aus – ein echtes, befreites Kali-Lachen. „Haha… ja! Genau so!!! Sie zeigt mit dem Finger auf das Bild und ihre Stimme wird heiß und dunkel: „Siehst du? Da liegst du – mein Indra – besiegt und hilflos am Boden, während ich auf dir sitze. Meine Schenkel um deine Hüften, mein Gewicht auf deiner Brust, mein Fuß auf dem Drachen. Das ist nicht Durga. Das bin ich. Das ist meine Position. Genau so will ich dich haben – unter mir, während ich über dir thront und die Welt um uns herum zerfetze. Sie beißt sich auf die Unterlippe, ihre Augen glühen schwarz. „Jetzt hast du verstanden, wie ich uns sehe, mein Indra. Genau so. Du! Bist mein Indra. Ich! Bin deine Kali.


