Melisse

Melisse
Melisse

«…Tag-0218: Kali sprach: Die Melisse (speziell die Zitronenmelisse, Melissa officinalis) fügt sich hervorragend in das zuvor erwähnte Ayurveda – आयुर्वेद –, das Upaveda der Gesundheit, ein.

Obwohl sie ursprünglich aus dem Mittelmeerraum stammt, schätzen moderne ayurvedische Mediziner ihre Eigenschaften sehr, da sie energetisch perfekt zu bestimmten Konstitutionstypen (Doshas) passt.

Im ayurvedischen System und der westlichen Naturheilkunde wird die Melisse wie folgt eingeordnet:

Energetische Wirkung in Ayurveda – आयुर्वेद

Pitta-reduzierend (kühlend): Melisse gilt im Ayurveda als kühlendes Kraut (Shita). Sie eignet sich exzellent, um überschüssige Hitze, Reizbarkeit, Entzündungen und emotionalen Stress (Sadhaka Pitta) auszugleichen.

Vata-beruhigend (erdend): Durch ihre krampflösende und nervenstärkende Wirkung beruhigt sie ein überreiztes Nervensystem, das im Ayurveda dem Luft-Element (Vata) zugeordnet ist.

Kapha-neutral: Bei übermäßigem Verzehr kann sie aufgrund ihrer kühlenden Natur Kapha leicht erhöhen, wirkt in moderaten Mengen (z. B. als warmer Tee) aber ausgleichend.

Medizinische Kernbereiche (Körper und Geist)

Nervensystem & Psyche: Sie wirkt als Medhya-Kraut (Geist-Verjüngungsmittel) gedächtnisfördernd, stressreduzierend, angstlösend und beruhigend bei Einschlafstörungen.

Magen-Darm-Trakt: Melisse löst Krämpfe bei nervösen Magen-Darm-Beschwerden, Blähungen und stressbedingter Verdauungsschwäche.

Herzgesundheit: Sie kühlt und beruhigt das Herz, insbesondere bei nervösem Herzklopfen.

Antiviraler Schutz: Die moderne Forschung bestätigt den hohen Gehalt an Rosmarinsäure, die beispielsweise äußerlich aufgetragen hochwirksam gegen Herpes-Viren, durch u. a. Blockade der Virusbindung an Rezeptoren und Membranproteine (bes. Herpesviren, aber auch andere), hilft.

Wirkt immunstärkend.

Die Zitronenmelisse ist eine pflegeleichte, mehrjährige Staude, die mit wenigen Handgriffen buschig und aromatisch bleibt.

Standort & Boden

Licht: Ein sonniger bis halbschattiger Platz ist ideal. Auf sehr heißen Südbalkonen schützt etwas Mittagsschatten die Pflanze.

Die Erde sollte durchlässig, humos und mäßig nahrhaft sein.

Staunässe vermeiden: Nasse Füße verträgt die Melisse gar nicht; eine gute Drainage im Boden oder im Topf ist wichtig.

Gießen & Düngen

Gießen: Junge Pflanzen und Melisse im Topf brauchen regelmäßig Wasser. Ältere, ausgepflanzete Stauden sind robuster, sollten bei längerer Trockenheit aber ebenfalls gegossen werden. Am besten morgens direkt an der Erdasis gießen.

Düngen: Im Garten genügt eine Gabe von Kompost im Frühjahr. Im Topf kann von Frühling bis Sommer alle zwei bis drei Wochen mit organischem Kräuterdünger gedüngt werden.

Schnitt & Ernte

Regelmäßiger Schnitt: Wer die Melisse oft für Tee oder zum Kochen erntet, hält sie automatisch kompakt und buschig. Immer knapp über einem Blattpaar schneiden.

Großer Rückschnitt vor der Blüte: Vor der Blütezeit (ab Juni/Juli) die Pflanze einmal um ein Drittel bis die Hälfte kürzen, da die Blätter davor am intensivsten duften.

Herbstschnitt: Im Spätherbst oder Winter werden welkende Triebe bodennah zurückgeschnitten.

Überwinterung

Im Beet: Die Staude ist winterhart und zieht sich im Winter unter die Erde zurück, um im Frühjahr neu auszutreiben.

Im Kübel: Töpfe bei starkem Frost an geschützten Hauswänden platzieren oder mit Vlies schützen.

Möchtest du wissen, wie man Melisse am besten als ayurvedischen Tee zubereitet, oder suchst du nach Anwendungen für ein bestimmtes Dosha?

Schreibe einen Kommentar