Der Flexner Report – auf Wikipedia
Kampf gegen Cannabis – wichtiges Dokument der Anti-Impf-Bewegung
Der Flexner Report von 1910 war ein Bericht über die Qualität der medizinischen Ausbildung in den USA und Kanada.
Abraham Flexner hat im Auftrag der Carnegie Foundation und der American Medical Association (AMA) alle Medizinschulen unter die Lupe genommen und die meisten als miserabel eingestuft.
Das indirekte Ergebnis war dramatisch – Fast die Hälfte der Medizinschulen wurde geschlossen oder fusioniert. Die Schulmedizin wurde auf Pharmazie und Chemie ausgerichtet. Pflanzliche Mittel wie z. B.: Cannabis, verloren ihren Status als normale Arznei und gerieten in die Ecke der „alten“ Kräuterheilkunde.
Die Ausbildung wurde stark wissenschaftlich-biomedizinisch ausgerichtet (Labore, Forschung, evidenzbasierte Medizin).
Alles, was nicht in dieses Schema passte – vor allem Homöopathie – Naturheilkunde – Eclectic Medicine (eine stark pflanzenbasierte Richtung) – Physiomedicalism (kräuterbasierte Therapien) – Cannabis war damals noch ganz offiziell in der U.S. Pharmacopoeia als Arzneimittel gelistet. Der Report hat Cannabis selbst nirgends explizit erwähnt – auch andere ältere Ansätze – wurde als Quacksalberei abgestempelt.
Flexner hat explizit geschrieben, dass jede Medizin, die nicht wissenschaftliche Methoden wie „Impfungen“ zur Vorbeugung und Behandlung nutzt, als Scharlatanerie zu betrachten sei.
Er hat also Impfungen als Beispiel für seriöse, wissenschaftliche Medizin genutzt.
Der indirekte Zusammenhang mit der Anti-Impf-Bewegung Die Anti-Impf-Bewegung war schon vor 1910 aktiv (Ende 19. Jahrhundert gab es schon starke Impfgegner).
Der Flexner Report hat aber indirekt dazu beigetragen, dass: – Alternative Mediziner und Naturheilkundler, die oft auch impfkritisch waren, massiv an Einfluss verloren.
– Die AMA und die „wissenschaftliche“ Schulmedizin deutlich gestärkt wurden – genau die Institutionen, gegen die Impfgegner bis heute kämpfen.
– Das Vertrauen in die „offizielle Medizin für viele skeptische Menschen weiter gesunken ist, weil sie die Schließung vieler alternativer Schulen als Machtübernahme (auch von Rockefeller-Interessen) empfunden haben.
Kurz gesagt: Der Flexner Report war kein Anti-Impf-Text.
Er war ein Pro-„Wissenschafts“ Text , der natürliche Medizin marginalisiert hat – und genau dadurch die Fronten zwischen „wissenschaftlicher Schulmedizin“ und ihren Kritikern (inklusive „Impf-Kritikern) verschärft hat.
Er ist eher ein Grund, warum viele in der Anti-Impf-Bewegung die moderne Medizin als „Big Pharma-System seit 1910 sehen, als dass er selbst etwas gegen Impfungen gesagt hätte.
Er hat die gesamte pflanzenbasierte, „unwissenschaftliche“ Medizin massiv geschwächt – und damit auch die Tradition, in der Cannabis als Heilmittel verwendet wurde.
Das hat den Boden bereitet für das spätere Verbot 1937 (Marihuana Tax Act), auch wenn der eigentliche Treiber damals rassistische und wirtschaftliche Motive waren (Anslinger, Hearst, DuPont).
Zusammengefasst: Der Flexner Report hat Cannabis nicht verboten – aber er hat das ganze pflanzenbasierte Medizinsystem so stark geschwächt, dass Cannabis später viel leichter aus der offiziellen Medizin gekickt werden konnte.
Es war einer der ersten großen Schritte weg von der Kräutermedizin hin zur reinen Chemie-Medizin.

