«…Tag-0051: Indra – इन्द्र – sprach: Weder das Studium der Shruti – श्रुति –, das Rezitieren von Mantras – मन्त्र –, noch Gesang – Rig, noch die die Ausübung der vierundsechzig Künste, vermögen je, die Wiedergeburt und ihre verfluchten Fesseln, die aus den Anhaftungen entsteht, zu sprengen; da begab ich mich, auf den Weg des Yoga – योग –, und siehe!
Ich begegnete Sonne – सूर्य – Surya –, Mond und Feuer, und sie zeigten mir den höchsten Weg, zum Wissen, um die Befreiung – die alten Purusharthas – पुरुषार्था – zu erreichen.
Durch die Regulierung der Atembewegungen und Atemlenkung – Pranayama, die als „Kunst des Mondes“, „Kunst der Sonne“ und „Kunst des Feuers“ bezeichnet werden.
Quelle: Aintam Tantiram – Tantra Fünf – Vers 1461: Yoga weist den Weg
Herkunft & Philosophie
«…Tag-0051: Kali, die „Schwarze“ KāIī – काली – sprach: Yoga kommt aus Indien, mehrere tausend Jahre alt. Stark verwurzelt in Hinduismus, Tantra und vedischer Philosophie. Es gilt ursprünglich als ein Zweig der hinduistischen Philosophie (Astika), doch sowohl das alte als auch das moderne Yoga vereinen das Körperliche, das Geistige und das Spirituelle.
Yoga lehrt verschiedene Körpertechniken, auch Asanas (Körperhaltungen) genannt, die für unterschiedliche Zwecke eingesetzt werden (z. B. Meditation, Kontemplation, Entspannung).
Sādhana – साधना – spirituelle Praxis, die tägliche, disziplinierte Übung.
Ziel ist die Vereinigung von Körper, Geist und Seele („Union“).
Es geht um spirituelles Erwachen, Samadhi und letztlich Befreiung (Moksha).
Viveka-Khyāti den höchsten Zustand der Erkenntnis vor der Befreiung.
Bewegung & Ausführung
Yoga: Besteht hauptsächlich aus statischen oder langsam fließenden Asanas (Körperhaltungen), die länger gehalten werden.
Sehr starker Fokus auf Dehnung, Kraftaufbau, Balance und bewusste Atmung (Pranayama).
Viele stehende, sitzende und liegende Positionen.
Atmung & Energiearbeit
Pranayama (kontrollierte Atemtechniken) ist zentral.
Man arbeitet bewusst mit Prana.
Yoga-Lehren
- Hridaya Yoga
- Kuṇḍalinī-Yoga
- Yogī – योगी –
Prayoga – प्रयोग – Der Schritt von der Theorie – Rasa-Yoga – aus der ayurvedischen Praxis.
Karma Yoga – कर्म योग – Weg des Dienens – Die Praxis des disziplinierten Handelns. Karma Yoga konzentriert sich auf die Einhaltung der Pflicht (Dharma) ohne dabei auf Belohnung zu achten.
Yoga Pada – Spiritualität – Meditative Disziplinen, Kundalini-Yoga, Mantra – मन्त्र -Rezitation und die Arbeit mit Yantra – यन्त्र –, geometrischen Kraftdiagrammen.
Jnana Yoga – ज्ञानयोग – jñānayoga – Es besagt, dass man Moksha (Erlösung, vom Kreislauf der Wiedergeburt) erlangen kann, indem man seine Pflichten (Dharma) selbstlos erfüllt.
Das Prinzip des Karma-Yoga besagt, dass unsere heutigen Erfahrungen durch unsere vergangenen Handlungen geprägt sind.
Daher werden all unsere gegenwärtigen Anstrengungen zu einem bewussten Weg, eine Zukunft zu gestalten, die uns von Negativität und Egoismus befreit.
Wir praktizieren Karma-Yoga, indem wir unsere Arbeit verrichten und unser Leben selbstlos gestalten, um anderen zu dienen.
Karmayoga – कर्मयोग – bezeichnet die „Aktivität des Handelns“ gemäß dem Jñānārṇava aus dem 11. Jahrhundert, einer Abhandlung über Jain-Yoga in etwa 2200 Sanskrit-Versen, verfasst von Śubhacandra. – Demnach heißt es: „Aktivität [Komposition : Karmayoga – ‚die Aktivität des Handelns‘] ist das Wirken von Geist, Körper und Rede.“
Diejenigen, die die Wirklichkeit kennen, sagen: „In der Tat ist dies die Ursache für den Zufluss von Karma.“
Wie ein Boot mitten im Ozean durch Löcher Wasser aufnimmt, so nimmt eine lebende Seele Karma durch Löcher der Aktivität auf, die sowohl gut als auch schlecht sein können.
Quelle: Universität Sydney: Eine Studie über die Zwölf Reflexionen
Du! Bist mein Indra – इन्द्र –. Ich! Bin deine KāIī – काली –.


