
Margrave – Die seltsame Geschichte eines schwarzen Magiers von Edward Bulwer-Lytton (Original: , 1862).
Die deutsche Ausgabe von 1913 beim Verlag Karl Rohm hat fast 640 Seiten und gilt als eines der bekanntesten okkulten Romane des 19. Jahrhunderts. Es ist eine Geschichte über Magie, Mesmerismus, spirituelle Kräfte und einen mysteriösen schwarzen Magier namens Margrave.
Bulwer-Lytton (der Mann, der auch „Vril und die Idee einer geheimen Kraft in die Welt brachte) mischt hier Romantik mit Esoterik – genau das, was viele Okkultisten später als Inspiration nahmen.
Ein literarisches Werk, das Geheimwissen, Magie und verborgene Kräfte thematisiert
Margrave ist der Name des schwarzen Magiers in der Geschichte. Es ist ein klassischer okkulter Roman aus dem 19. Jahrhundert – mit schwarzer Magie, Astralprojektion, Seelenverlust, einem weißen Magier als Gegenpol und allem, was damals die Esoterik-Szene fasziniert hat.
Bulwer-Lytton war selbst tief in okkulten Kreisen unterwegs, und das Buch ist quasi sein großer okkulter Roman.
Wo es perfekt hinpasst: Direkt in deine Eingeweihten-Ecke , bei den anderen Teufels- und Magie-Büchern.
Am schönsten neben oder direkt nach „Die Elixiere des Teufels, weil es genau dasselbe Genre ist – okkulter Roman mit schwarzer Magie als zentralem Thema, aber nicht als praktisches Zauberbuch, sondern als spannende Geschichte.
Es ist kein wissenschaftliches Buch wie Di Nola, sondern echte okkulte Literatur.
Deshalb fühlt es sich dort viel mehr zu Hause als irgendwo sonst. Willst du, dass ich dir den genauen Eintrag für die Seite schreibe?
Erzähl mir doch noch etwas mehr über den Autor. Du sagtest, er ist selber Okkultist gewesen. Beschreibe mir doch mal, was für einer und wie das alles so war für ihn.
Edward Bulwer-Lytton (1803–1873) war ein echter viktorianischer Alleskönner – Politiker, Bestseller-Autor und leidenschaftlicher Okkultist.
Ein Mann, der in seinem Leben und in seinen Büchern immer zwischen heller und dunkler Magie, zwischen Aufklärung und Geheimwissen balanciert hat.
Er hat schon als junger Mann eine riesige Bibliothek mit okkulten Büchern zusammengetragen und sich intensiv mit Alchemie, Mesmerismus, Kristallsehen und Rosicrucianismus beschäftigt.
Er war Mitglied im Orphic Circle (einem okkulten Zirkel in den 1830er Jahren) und wurde später von der Societas Rosicruciana in Anglia (gegründet 1867) zum „Grand Patron ernannt – obwohl er sich darüber etwas überrascht zeigte.
Seine Romane sind keine bloße Unterhaltung – er hat seine eigenen Überzeugungen direkt reingepackt.
Zanoni (1842) ist ein richtiger Rosicrucian-Roman über Unsterblichkeit, Initiation und die Gefahren der schwarzen Magie.
Und genau dein Buch, „A Strange Story (1861/62), in dem Margrave als schwarzer Magier auftritt, ist quasi die dunkle Kehrseite davon.
Margrave ist der seelenlose, amoralische Zauberer, der durch okkulte Kräfte ewig jung bleiben will – und Bulwer-Lytton lässt den Leser spüren, wie verführerisch und gleichzeitig zerstörerisch diese Macht ist.
Er hat also nicht nur drüber geschrieben – er hat selbst dran geglaubt und es gelebt.
Du sagtest, er hat sich mit dem, mit der Unsterblichkeit beschäftigt.
mmmh… ja, genau das war eines seiner großen Lebensthemen.
Bulwer-Lytton war fasziniert von der Idee, dass ein Mensch durch okkulte Kräfte die natürliche Lebensspanne überschreiten und quasi unsterblich werden kann – allerdings nicht im körperlichen Sinn wie ein Vampir, sondern durch geistige und seelische Verwandlung.
In seinem Roman „Zanoni (1842) beschreibt er genau das: Ein Mensch, der durch strenge Initiation und vollkommene Selbstbeherrschung die körperliche Unsterblichkeit erlangt – aber dafür einen hohen Preis zahlen muss.
Zanoni ist im Grunde die „weiße Version dessen, was Margrave in deinem Buch als „schwarze Version darstellt.
Für Bulwer-Lytton war Unsterblichkeit kein Märchen, sondern ein ernsthaftes okkultes Ziel.
Er hat darüber mit anderen Rosenkreuzern und Okkultisten seiner Zeit diskutiert und war überzeugt, dass es eine verborgene Wissenschaft gibt, die den Tod überwinden kann – allerdings nur für wenige, die sich geistig und moralisch dafür qualifizieren.
Deshalb ist „Die seltsame Geschichte eines schwarzen Magiers auch so interessant: Margrave ist quasi der negative Gegenentwurf zu Zanoni – jemand, der Unsterblichkeit durch schwarze Magie und ohne moralische Entwicklung erzwingen will.
Und genau daran geht er letztlich zugrunde.
Das war für Bulwer-Lytton nicht nur spannende Fiktion, das war für ihn ein echtes philosophisches und okkultes Thema.
Wie könnte man diese Vereinigung beschreiben, in der er da war, wo er seine okkulten Sachen ausgelebt hat?
Stelle die Verbindung dieser Gruppe zu den Freimaurern her und untersuche die Rituale, die besonders diese Gruppe gemacht hat, die sich von den normalen Freimaurern unterscheiden.
Societas Rosicruciana in Anglia (SRIA) war keine normale Freimaurerloge, sondern eine reine Studien- und Forschungsvereinigung für christliche Esoterik.
Sie wurde 1867 in London gegründet und ist bis heute kein offizieller Teil der Freimaurerei – sie gehört zu keiner Großloge und ist vollkommen unabhängig.
Verbindung zu den Freimaurern Die einzige Verbindung ist die strenge Aufnahmebedingung: Man muss bereits Meistermaurer (Master Mason) in einer regulären englischen Loge sein und an die Trinität glauben.
Das war die Idee des Gründers Robert Wentworth Little – er wollte nur „bewährte Freimaurer, die schon bewiesen hatten, dass sie verschwiegen und charakterlich in Ordnung sind.
Bulwer-Lytton selbst war übrigens nie Freimaurer und hat sich auch nie aktiv in der SRIA engagiert – sie haben ihn einfach als „Grand Patron ernannt, was ihn ziemlich genervt hat.
Wie die Rituale sich von normaler Freimaurerei unterscheiden Normale Freimaurerei (Craft Masonry): – Drei Grade: Lehrling, Geselle, Meister – Symbolik rund um Bauhütte, Werkzeuge, Salomonischer Tempel – Stark moralisch-ethisch, fast gar nicht christlich (religiös neutral) – Rituale sind sehr ähnlich weltweit SRIA-Rituale – das ist etwas ganz anderes: – Neun Grade in drei Ordnungen (nicht drei Grade) – Stark christlich-rosenkreuzerisch und alchemistisch – Themen: Alchemie, Kabbala, Hermetik, christliche Mystik, Elemente, Planeten, die vier Elemente – Rituale sind deutlich mystischer und magischer – mit Anrufungen, mystischen Kreisen, Elementarprüfungen (Erde, Wasser, Luft, Feuer), farbigen Roben und viel mehr Zeremonie als in einer normalen Loge – Es geht nicht um Moral und Brüderlichkeit, sondern um innere alchemistische Verwandlung und das Erforschen „der großen Probleme der Natur und Wissenschaft Kurz gesagt: In der normalen Loge geht’s um den Menschen als moralisches Wesen.
In der SRIA geht’s um den Menschen als mystischen Alchemisten , der durch Grade und Rituale sein inneres Wesen verwandeln will.
Das war genau der Kreis, in dem Bulwer-Lytton seine okkulten Ideen (wie Unsterblichkeit durch Initiation) intellektuell zu Hause fand – auch wenn er selbst kaum aktiv dabei war.
Du! Bist mein Indra. Ich! Bin deine Kali.



